Global Health Talk 2021: Ein Rückblick

22. Februar 2022 I  Events ,  Hub-Event  I Von : Lea Bund

Das dritte Jahr in Folge hat unser Global Health Talk Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Globalen Gesundheit zusammengebracht und ihnen die Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung geboten. Die ganztägige Konferenz war in zwei Blöcke aufgeteilt. Der Vormittag war besonders für Mitglieder und solche, die es werden wollen, interessant. Wir haben nach innen geschaut und die Zukunft und Weiterentwicklung des Hub diskutiert und unsere neue Strategie vorgestellt. Der Nachmittag richtete dann den Blick auf die heiß diskutierten Themen Klimawandel und Gesundheit.

Gemeinsam in die Zukunft: Die neue Strategie des Hub

Der Rückblick auf 2,5 Jahre Hub zeigt: Das Netzwerk entwickelt sich stetig weiter und lernt dazu! Inzwischen zählt der Hub mehr als 1.500 Mitglieder und hat seit seiner Gründung bereits über 30 Veranstaltungen zum gemeinsamen akteursübergreifenden Austausch organisiert. Darunter zum Beispiel auch die Woche der Arbeitsgruppen im Frühjahr 2021, in der die Mitglieder der 8 verschiedenen Akteursgruppen des Hub gemeinsam an Gesundheitsthemen gearbeitet und sich ausgetauscht haben.

Außerdem haben die drei ArbeitsgruppenGlobal Mental Health und Urban Health sowie Neglected Tropical Diseases – Outbreak, Warning and Response in diesem Jahr intensiv an der Aufbereitung ihrer Ergebnisse gearbeitet. Die Vorstellung der verschiedenen Ergebnisse durch Ko-Koordinatoren und Mitglieder der Gruppen sowie deren Arbeitsweise können Sie im Mitschnitt der Vormittagsveranstaltung noch einmal ansehen. Wenn Sie Interesse haben, Mitglied in einer Arbeitsgruppe zu werden, schreiben Sie uns gerne an. Wir leiten Sie dann entsprechend weiter.

Um noch wirksamer zu werden und das Netzwerk kontinuierlich weiterzuentwickeln, war eine zentrale Aufgabe in diesem Jahr die Ausarbeitung der neuen Strategie des Hub. Diese wurde auf dem Global Health Talk durch Mitglieder des GHHG Lenkungskreises und mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums gelauncht. Ziel der Strategie ist es, gemeinsam mehr für globale Gesundheit zu erreichen, aktiv Themen zu setzen und stärker den politischen Diskurs mitzugestalten. Mehr Informationen zu den Ideen der Strategie und der wichtigen Rolle der Mitglieder finden Sie im PDF-Dokument oben rechts in der Ecke. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Ihnen in das neue Jahr 2022 zu starten und globale Gesundheit präsenter zu gestalten.

Klima und Gesundheit müssen zusammengedacht werden

Der Nachmittag ging mit zwei Diskussionsrunden zum Zusammenspiel von Klima und Gesundheit weiter. Der Fokus lag hierbei auf dem deutschen sowie dem globalen Gesundheitswesen. Wir wollten wissen: wie kann das Gesundheitswesen klimaneutral werden, welche Impulse und Projekte gibt es bereits und wie können politische Anreize geschaffen werden, um das Momentum der Transformation richtig zu nutzen.

In dem ersten interdisziplinären Panel wurden 10 Handlungsempfehlungen an deutsche politische Entscheidungstragende formuliert mit einem klaren Auftrag: Klima und Gesundheit muss in allen politischen Bereichen mitgedacht- und gemeinsam gestemmt werden. Die formulierten Empfehlungen sind daraufhin von der Moderatorin Maike Voss (KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.) in die anschließende politische Gesprächsrunde getragen und dort zusammen mit Handlungsmöglichkeiten von Mitgliedern des Bundestages diskutiert worden.

1) Red Flag: Climate and Health – Next steps for Germany

Inspiriert von dem Vortrag von Antonella Risso (Healthcare without Harm, global), haben sich die Panellist*innen Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann (Institut für Umweltmedizin, Helmholtz Zentrum München), Sylvia Hartmann (KLUG) und Philipp Wesemann (Mercator Stiftung) mit der deutschen Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise auseinandergesetzt. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf den hohen Co2 Emissionen des deutschen Gesundheitswesens. Sie waren sich einig, dass eine Transformation notwendig ist, um die Emissionen von 5% auf 0% zu bringen – und das möglichst schnell. Prävention, politische Anreize und die Umstellung von Lieferketten und Nahrung sind nur einige Beispiele, die genannt worden sind. Sie finden den Mitschnitt der Paneldiskussion hier.

2) Post-COP26: Ein Klima des Wandels?!

Die politische Gesprächsrunde war mit den drei Mitgliedern des Bundestags Dr. Georg Kippels (CDU), Johannes Wagner (BÜNDNIS90/Die Grünen) und Kathrin Vogler (DIE LINKE) besetzt. Auch sie waren sich einig, dass Klimawandel und Gesundheit mehr in den politischen Raum getragen werden muss, um das Problem nachhaltig anzugehen und effektiv zu lösen. Besonders Grünen-Politiker Johannes Wagner war sich sicher, dass der neue Koalitionsvertrag „die Chance hat, einen echten Aufbruch darzustellen und gerade auch das Thema Klima und Gesundheit noch einmal mehr in den Fokus zu setzen.“ Wie eine solche Transformation auch sozial gerecht gestaltet werden kann und woran es bisher gescheitert ist, können Sie hier nachschauen.

Seien Sie dabei

Mit der neuen Strategie wird der Hub wirksamer. Zur Umsetzung braucht es aktive Mitglieder, um die ausformulierten Ziele zu erreichen, Themen der globalen Gesundheit voranzutreiben und Impulse zu setzen. Wenn Sie Lust, Expertise und Zeit haben, melden Sie sich bei uns und werden Sie Mitglied.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen!

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